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Akute und chronische Mandelentzündungen (Tonsillitis)

Bei »den Mandeln« sind in der Regel die Gaumenmandeln gemeint, die bei geöffnetem Mund rechts und links des Zäpfchens als Vorwölbung sichtbar sind.

Eine eitrige Entzündung der Gaumenmandeln (Tonsillitis, Angina) verursacht starke Halsschmerzen. Liegt diese vor, ist sie aufgrund der Ansteckungsgefahr und möglicher Komplikationen (Abszessbildung, Herz- und Nierenbeteiligung) meist konsequent mit Antibiotika zu behandeln. Diese eitrige Entzündungen muss von anderen Entzündungsformen der Mandeln und der Rachenentzündung unterschieden werden, da hier andere Therapien möglich sind.

Chronische Entzündungen der Mandeln sind nicht immer einfach zu erkennen. Sie können zu unterschiedlichen Beschwerden führen: Wiederholt auftretenden Halsschmerzen, Absonderungen aus dem Mandelgewebe, Mundgeruch und in sehr seltenen Fällen eine Herz- und Nierenbeteiligung. Treten drei oder mehr Episoden von akuten Mandelentzündungen pro Jahr auf oder wurde eine Folgeerkrankung diagnostiziert, sollten die Gaumenmandeln entfernt werden. Dies ist möglich, da die Bedeutung der Mandeln für die Infektabwehr mit zunehmendem Alter abnimmt so dass sie etwa ab dem vierten Lebensjahr entfernt werden können. Es muss keine negative Auswirkung auf das Immunsystem erwartet werden.

Große Mandeln (Tonsillenhyperplasie)

Kinder mit zu großen Mandeln sind häufig am ständig geöffneten Mund zu erkennen. Sie können nur schlecht über die Nase atmen und schnarchen oft. In einigen Fällen kann dies zu nächtlichen Atemaussetzern führen, so dass die Kinder durch den gestörten Schlaf am Tage müde, schlechter aufnahmefähig und unruhig sein können. Dies kann zu einer allgemeinen Beeinträchtigung der Entwicklung führen. Auch können zu große Mandeln zu Wasser hinter dem Trommelfell (Paukenerguss) bei Kindern führen und damit zu einer Hörminderung.

Falls die Mandelvergrößerung nur ein vorübergehender Befund ist und nur wenig Beschwerden macht können diese belassen werden. Bei ständigen Beschwerden sollte eine Mandelkappung (Tonsillotomie) durchgeführt werden. Dabei wird der Gewebeüberschuss beseitigt ohne die Gaumenmandeln ganz zu entfernen.

Wir führen die Mandelkappung (Tonsillotomie) unter Einsatz eines modernen Lasers durch (Laser-Tonsillotomie).

Vor jedem operativen Eingriff prüfen wir sehr genau, ob nicht auch durch andere Methoden die Beschwerden beseitigt werden können.
Wir beraten sie gerne in einer unserer HNO-Praxen in Oberhausen!

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